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Google Spreadsheets: Aus Usabilitysicht nicht sooo schlecht …

Gestern hab ich meinen Testaccount für Googles Online-Tabellenkalkulation (Google Spreadsheets) bekommen. Und da muss ich gleich mal mein letztes diesbezügliches Posting korrigieren: offenbar hat Google sich bis jetzt noch nicht dazu durchringen können, die Anwendung vollkommen frei ins Netz zu stellen. Vielmehr muss man sich bei Google momentan noch um einen Zugang "anstellen", dies könnte sich aber bald ändern …

Aber nun zur eigentlichen Anwendung. Google Spreadsheets ist eine einfache, gratis verwendbare Tabellenkalkulation und läuft auf Googles Servern. Alle Grundfunktionen sind vorhanden. Und hier kommen wir auch schon zum springenden Punkt: Einige Blogger meinen, es könnte ruhig mehr sein. Im Gegensatz zu Robert vom Basic Thinking Blog oder Oliver Wagner vom Agenturblog finde ich das Teil ganz in Ordnung. Ich denke mal dass der Anspruch hier weniger in die Richtung ging, ein komplettes Online-Excel zu bauen, sondern eher die Grundfunktionen bereitzustellen, erweitert durch die Möglichkeiten, die sich durch das Medium Internet ergeben (Sharing, gemeines Bearbeiten von Tabellen usw.).

Aus Usabilitysicht finde ich die Spreadsheets auch sehr gelungen, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass wir es hier mit einer Online-Anwendung zu tun haben. Es gibt eine umfangreiche Anzahl an Bearbeitungsfunktionen, Import und Export von und nach Excel funktionieren, Standards wie Strg-C (Copy) und Strv-V (Paste) werden eingehalten.
Meiner Meinung nach ist Google Spreadsheet also gar nicht als Ersatz für MS Excel oder OpenOffice gedacht, sondern vielmehr als Erweiterung für die Teamarbeit. Die Nach- und Vorbearbeitung der Tabellen kann ja offline, durch mächtigere Tools erfolgen. Man sollte auch nicht vergessen dass Firmen wie 37Signals mit stark vereinfachten Anwendungen bisher gut gefahren sind …


Google Spreadsheets


Schade finde ich allerdings dass man es bei Google offenbar verabsäumt hat, den verschiedenen Anwendungen einen eigenen Stempel aufzudrücken. Writely, Gmail, der RSS-Reader, die Spreadsheets sowie die Notebooks (um nur einige zu nennen) wirken wohl kaum konsistent, von der Farbwahl einmal abgesehen. Es gibt auch meines Wissens nach noch nicht einmal eine Metanavigation, um komfortabel zwischen den Anwendungen wechseln zu können. Auch der Austausch von Daten bleibt, bis auf ein paar Ausnahmen, außen vor. Hier würde noch viel Potenzial schlummern, welches durch einen Styleguide erschlossen werden könnte  ...
Von daher ist es also noch ein weiter Weg bis zu einem Google Office (sollte es denn überhaupt jemals als solches geplant sein).

Immer wieder frage ich mich auch, was Google mit den vielen Veröffentlichungen in den letzten Monaten eigentlich bezweckt. Auf jeden Fall steht fest dass Google dadurch immer in den Schlagzeilen bleibt. Die beiden Agenturen Marketagent.com und Publicis haben umlängst eine Untersuchung über den Sympathiewert von Marken in Österreich veröffentlicht . Darin nimmt  Google den ersten Platz ein (gefolgt von Milka und Nokia). Ähnliches kann man auch hier oder hier lesen. Nicht schlecht für eine Firma, die in den Medien außerhalbs des Internets nicht aktiv wirbt (zumindest ist mir nichts dergleichen bekannt).

Ähnliche Beiträge:
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One Response to “Google Spreadsheets: Aus Usabilitysicht nicht sooo schlecht …”

  1. Japhy.at - Usability, Web 2.0 und das Leben in Wien » Archiv » Google stoppt die Arbeit an neuen Anwendungen um bestehende Services zu überarbeiten Says:

    [...] In einem LA Time Artikel wird berichtet, dass Google damit begonnen hat, das Releasen neuer Anwendungen zu stoppen und statt dessen die bereits verfügbaren Services zu überarbeiten. Die bisher entwickelten Anwendungen wirken ja im Look & Feel zum Teil sehr unterschiedlich, wie ich hier auch bereits des Öfteren angemerkt habe. [...]

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