home home about

Archiv für Dezember, 2006

Was fehlt: ein Tagging – Standard

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Wer viele Web 2.0 – Services verwendet dem wird schon aufgefallen sein, dass es noch keinen Standard gibt, um Tags die aus mehreren Wörtern bestehen einzugeben.

Bei del.icio.us etwa müssen Tags mit Leerzeichen voneinander getrennt werden, besteht ein Tag aus mehreren Worten so müssen diese behelfsmäßig mit Bindestrich oder Underscore zusammengehängt werden:

interaction-design usability interface-design blog austria

Auf flickr.com, einer Photo-Sharing-Site, müssen die gleichen Tags wie folgt eingegeben werden:

“interaction design” usability “interface design” blog austria

Hier könnte man natürlich auch einen Bindestrich verwenden um den Begriff Interaction Design zu gruppieren. Allerdings sieht’s ohne natürlich schöner aus …

Und auf meinem Blog hier verwende ich das Plugin Ultimate Tag Warrior um die einzelnen Beiträge mit Tags zu versehen. Hier muss ich nur mit Beistrichen arbeiten um die gleichen Tags anzubringen:

interaction design,usability,interface design,blog,austria

Was hier also fehlt ist ein Standard für das Eingabeformat von Tags. Dabei geht es nicht nur um die Usability, sondern auch um die
bessere Nutzbarkeit von Metadaten: Interaction Design und Interaction-Design können ohne weiteren Aufwand vom Computer nicht als derselbe Tag erkannt werden. Hier gehen also wertvolle Zusammenhänge verloren wenn Tags einzelner Dienste (flickr, del.icio.us usw.) zusammengeführt werden.

Dieser Standard sollte meiner Meinung nach im Eingabeformat von Ultimate Tag Warrior bestehen: Trennung einzelner Tags durch Beistriche, Leerzeichen können ganz normal verwendet werden.

Warum? Weil’s die einfachste und schönste der drei Möglichkeiten ist!

Abmahnungen …

Dienstag, 19. Dezember 2006

Nein, nicht bei mir. Aber beim Saftblog, einem der bekanntesten Blogs im deutschsprachigen Raum. Die von der Kelterei Walther betriebene Site ist das was man wohl unter Business Blog einordnen würde: Gebloggt wird über alles zum Thema Saft (Herstellung, Vertrieb usw.), aber darüber hinaus schreibt die Geschäftsführerin Kirstin Walther aber auch über Gott und die Welt.

Kürzlich erst hat sie über den Unterschied zwischen Olympia und Olympiade gebloggt, und darüber, das Olympioniken ein Vorbild für die Gesellschaft darstellen können.

Nun, offenbar muss das nicht immer so sein. Denn sie wurde vom DOSB (dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V.) abgemahnt, und zwar auf 150.000 Euro. Der Begriff Olympia (samt Darstellung der olympischen Ringe) darf offenbar nicht so ohne weiteres auf dem Blog eines Unternehmens verwendet werden.

Es gab mittlerweile schon Stellungnahmen des DOSB, doch bei Robert Basic kann man heute lesen, dass Kirstin Walter das Saftblog vom Netz nehmen will, da sie nicht das Risiko eingehen will, sich die Firma durch die Sache ruinieren zu lassen. Weiters sagt sie (ganz zurecht!), dass ein Business Blog, welches der Kommunikation mit den Kunden dienen soll, nicht funktionieren kann, wenn man keine Ideen/Gedanken zur außerbetrieblichen Themen formulieren darf.

Ganz egal wie es jetzt rechtlich aussieht, ich finde dass ein Betrag von 150.000 Euro eigentlich nur als Einschüchterungsversuch gewertet werden kann. Anstatt einfach mal eine Mail zu schreiben oder anzurufen werden gleich die Anwälte in Stellung gebracht …

Sehr traurig das alles.

Noch trauriger wird es durch die Tatsache, dass das Saftblog offenbar nicht das einzige Opfer ist/bleibt. Der DOSB hat reihenweise Firmen abgemahnt die den Begriff Olympia in irgendeiner Form verwendet haben (mehr dazu hier bei Robert). Offenbar ist dem DOB daran gelegen, das Ganze möglichst ruhig ablaufen zu lassen.
Naja, das ist nicht ganz gelungen: Auf Technorati zähle ich bis jetzt 377 Beiträge zu dem Thema, bei Google 28.800. And counting …

Das hätte man sich vorher überlegen sollen.
Das hier ist mein eigener (wenn auch gaaanz bescheidener) Beitrag dazu, dass möglichst viele Menschen davon erfahren.

Sehr interessanter Beitrag dazu übrigens auch am lawblog.

Wie steht so schön am Pottblog:

Der DOSB hat jetzt vor kurzem in der deutschsprachigen Blogosphäre seine Bekanntheit deutlich steigern können

Mit unsportlichen Methoden.

Gesucht: Tool zum Rotieren von Videoclips fürs Nokia 6630

Montag, 18. Dezember 2006

Immer wieder ärgere ich mich darüber, dass Nokia offenbar nicht in der Lage ist, vorhersehbare Funktionsmängel auf den Handys zu beheben. Kippt man das Nokia 6630 beim Filmen um 90 Grad um das Motiv besser einfangen zu können, so erzeugt man einen Videoclip, der sich mit der bordinternen Software des Handys nicht wieder um 90 Grad drehen lässt. Auch in der Nokia PC Suite gibt es dafür keine Funktion: Man kann das Video zwar im Nokia Videoplayer temporär drehen, eine Konvertierung ist aber nicht möglich …

Kennt jemand ein (am Handy lauffähiges) Tool für diese Aufgabe? Ach ja: Nach Möglichkeit sollte es es gratis sein …

Neue Studie zum Thema Web 2.0 aus Deutschland

Freitag, 15. Dezember 2006

Die Marketing Börse hat eine Studie zum Bekanntheitsgrad von Web 2.0 – Diensten veröffentlicht. Leider sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen: es wurden nur Online Marketer befragt. Dafür ist der Stichprobenumfang mit 1994 Befragten einigermaßen hoch.

Die Ergebnisse stützen teilweise die Erkenntnisse aus anderen Untersuchungen zu diesem Thema:

  • Viele User nutzen zwar passiv Web 2.0 – Angebote, erstellen aber selbst keinen Content.
  • Typische Web 2.0 – User sind zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt.
  • Die bekanntesten Angebote sind Wikipedia, Youtube, OpenBC/Xing und MySpace.
  • Social Bookmarking: Jüngere Nutzer sind eher dazu bereit, ihre Bookmarks anderen über Dienste wie del.icio.us oder Mr. Wong mitzuteilen.
  • Blogs sind lt. dieser Studie kein altersspezifisches Phänomen, der Bekanntheits- und Nutzungsgrad ist hier bei allen Gruppen gleich hoch.

Hier lässt sich übrigens ein PDF mit einigen (leider recht wenigen) Ergebnissen downloaden. Leider fehlen Angaben zum Fragebogendesign und zur Durchführung der Studie.

Kaywa verlinkt per Barcode

Freitag, 15. Dezember 2006

Bekannterweise ist es ein ziemlich mühsames Unterfangen, URLs und längere Texte ins Handy zu tippen. Das Schweizer Unternehmen Kaywa hat sich nun dieses Problems angenommen und ein Konzept ausgearbeitet.

Das hier

qrcode

ist der Quick Response (QR) – Code für mein Blog. So wie ein Barcode im Supermarkt von einer Kassa in einen Preis umgewandelt werden kann, so kann dieser Code mit einem QR – Reader (der als Software fürs Handy erhältlich ist) in eine URL umgewandelt werden. Der Code muss nur abfotografiert werden, und schon wird man per Handy – Browser auf japhy.at geleitet. Der QR – Reader kann hier gratis heruntergeladen werden. Übrigens: QR – Codes gibt es schon seit 1994 ...

Aber es geht noch weiter: Unter feed2mobile.kaywa.com können RSS – Feeds auf einfache Art und Weise für mobile Geräte aufbereitet werden. Dazu muss nur die Adresse des Feeds bekannt gegeben werden, feed2mobile erstellt dann einen QR – Code und eine Seite mit der fürs Handy angepassten Version des Feeds:

Kaywa: der fürs Handy aufbereitete Content

Der QR – Code kann in ein Blog eingebaut werden, oder als Werbung auf einem Flyer/in einer Zeitung abgedruckt werden. Auf kaywa.com sind weitere Beispiele angeführt.

Der QR – Reader fürs Handy funktioniert übrigens wirklich hervorragend, die Codes werden rasch erkannt.

Ein ganz ähnliches Konzept wie das hier beschriebene verfolgt Semapedia, allerdings wird der Benutzer hier “nur” auf entsprechende Wikipedia – Seiten geleitet. Man sollte auch noch erwähnen, dass der QR – Reader auch die Semapedia – Barcodes (Semacode genannt) lesen kann!

Übrigens ist sich Kaywa bei der Namensgebung anscheinend noch nicht wirklich sicher, die QR – Codes tauchen nämlich auf Schweizer Websites auch als mobile Tags auf …

 

You need to log in to vote

The blog owner requires users to be logged in to be able to vote for this post.

Alternatively, if you do not have an account yet you can create one here.

Powered by Vote It Up